Zwischenstop in Chetumal

Endlich wieder Mexiko! 😉 Unser Stop in Chetumal kurz hinter mexikanischen Grenze hatten wir geplant, um nochmal richtig einkaufen zu gehen, weil irgendein Reiseführer geschrieben hatte, dass es eine Freihandelszone mit tollen Einkaufsmöglichkeiten sei. Davon konnten wir in der Stadt aber irgendwie nicht viel sehen. Tatsächlich war hier einiges viel teurer als sonst… Nach-Hause-Telefonieren war unbezahlbar. Die Auswahl an guten Shoppingmöglichkeiten war auch eher begrenzt, also haben wir uns dazu entschlossen, den Pool unseres Hotels zu nutzen und im Wasser und der Sonne zu baden.

Fernseher im Käfig lecker Pepsi Retro

Im Hotel gab es noch etwas lustiges zu sehen… die hatten den Fernseher in einem Stahlkäfig eingeschlossen, damit den keiner klaut. :-) Und ich habe den leckeren Geschmack von Pepsi Cola RETRO entdeckt. *mjam*

Auf dem Wasserweg nach Mexiko

Wir konnten uns nur schwer von Caye Caulker lösen aber irgendwann war dann doch der Zeitpunkt der Abreise gekommen
 Zur Abwechslung wollten wir mal eine Strecke nicht mit Bussen sondern mit Booten zurücklegen. Kevin hat uns noch zum Dock gefahren und mit dem Watertaxi ging es dann nach San Pedro (45min). Dort hatte wir noch 2 Stunden Aufenthalt (lecker Essen gabs) und dann gings mit dem Thunderbolt Wassertaxi in 2 Stunden Fahrtzeit nach Corozal.

bye bye Paradise nicht unser Boot :) moderne Motorenpower (3×400PS)

Von Corozal waren es nur noch 10km bis zur mexikanischen Grenze, die wir dann doch mit nem Bus zurückgelegt haben. Aussteigen, kurz durchlaufen und Pass vorzeigen und dann war der Bus verschwunden. Naja egal, haben wir eben einen neuen mexikanischen Bus bestiegen und sind die ebenfalls nur 10km nach Chetumal gefahren. Endlich wieder in Mexiko! In Chetumal haben wir dann in einem Hotel mit Pool eingecheckt, um gleich noch den Reiseschweiß loszuwerden
 danach haben wir den Abend ruhig ausklingen lassen.

Der Playa y Maya Schnorchelwettbewerb

Auf Caye Caulker gibt es jede Menge Angebote für Schnorcheltouren aber nur ein Anbieter hat auch Segeltouren zu den Schnorchelspots im Angebot. Also haben wir uns an einem wolkenlosen Morgen nach einer äh durchzechten Nacht schnell noch zu einer Tour angemeldet, die dann um 10.30 losging. Vorher schnell noch Sonnencreme gekauft und dann für 1,5 Stunden gemütlich durch die Wellen gesegelt.

Karibikseegler Segel setzen und die Füße ins Wasser

Am ersten Schnorchelpunkt „JardĂ­n de Corales“ (Korallengarten) gings dann endlich zur Abkühlung ins Wasser und es gab viele Korallen aber nur recht wenig Fische zu sehen. Highlights hier waren 3 große Seeigel, die sich in den Korallen versteckt haben. Am zweiten Stop „Shark and Ray Alley“ sah das mit den Fischen dann schon anders aus
 hier waren jede Menge Fische in allen Größen vorhanden und auch 3 oder 4 Rochen waren dabei. Dank kleiner Fütterung und unseren beiden Guides gab es unter Wasser auch einiges an Action. Mit den Stingrays konnte man sogar auf Tuchfühlung gehen und ihre schleimigweiche Haut anfassen.

Koralle viiiiiele Fischies Rochen auf Tuchfühlung

Am dritten und letzten Schnorchelpunkt „The Channel“ gab es dann noch 2 Katzenhaie zu bestaunen und einen Kanal durch das Riff mit vielen gesunden Korallen und auch vielen Fischen. In einer Vierergruppe mit Guide haben wir dann eine Schnorchelführung bekommen und die Namen von vielen Korallen und Fischen erfahren und gleich wieder vergessen 😉

schnorcheln
 mehr Korallen auch schnorcheln

darfs etwas mehr sein?Highlight der Tour war dann noch die Rückreise, denn nun gab es rund 15 Liter RumPunsch für rund 15 Leute
 Zum Glück saßen wir quasi an der Quelle und sind deswegen nicht verdurstet :-)

Fazit der Tour: Schnorcheln ist immer wieder toll, RumPunsch ist lecker und man sollte sich mehrmals mit Sonnencreme gut einreiben, damit man sich nicht wie Andrea den Hintern verbrennt und nicht mehr sitzen kann *gg*

Achja und die Fotos sind von unseren Unterwasserbildern abfotografiert.

Karibikfeeling auf Caye Caulker

Unser eigentliches Ziel in Belize war es, nicht nur noch ein wenig Sonne zu bekommen, sondern auch die Unterwasserwelt zu beschnorcheln. Als Austragungsort der Playa y Maya Schnorchelwettbewerbe und der Spezialdisziplin „Wer wird brauner“ haben wir uns Caye Caulker ausgesucht – eine kleine Insel in der Karibik.

Caye Caulker Strand typische Holzhäuser auf Stelzen Hinweisschild für Bellas

Zur Auswahl standen auf der Insel 2 Hostels, von denen das erste glücklicherweise schon voll war. So verschlug es uns zu Bella’s. Dort bekamen wir ein eigenes kleines Zimmer mit Hängematte im Türmchen, einen abgefahrenen Host namens Kevin und eine kleine Katzenfamilie :-) Als wäre das nicht genug, gab es einen Steg zum Sonnen (mit super Blick auf den Sonnenuntergang), ein Boot zum abhängen, kostenlose Kanus und zu unserer Begrüßung abends ein BBQ. Den ganzen Tag lief Reggae und Dancehall Musik und Kevin (Jah-Sun) hat oft mitgesungen und auch eigene Lyriks zum Besten gegeben.

Hinweisschild für Bellas Katzenfamilie free Kanus

Als weitere Mitbewohner hatten wir unter anderem 2 lustige deutsche Jungs und 3 Mädels aus den Staaten mit denen wir uns gut verstanden haben. Kein Wunder, dass wir ingesamt fasst eine Woche geblieben sind.

coole Leute Kevin - Jah Sun Boot zum chillen

Auf Caye Caulker gab es jede Menge karibisches Flair – Palmen, Strandbars, Holzhäuser, easygoing Dreadlock-People, Straßen-BBQs, Bier & Rum an jeder Ecke. Das einzige was uns gefehlt, war ein einsamer Sandstrand, denn die eine Seite der Insel ist mit Mangroven bewachsen und auf der anderen Seite gibt es zwar Sand aber es ist vieles verbaut und im für 100m knietiefen Wasser wuchert Seegras. Nur am Nordende der Insel gibt es „The Split“, wo man ganz okay baden kann aber hier sammeln sich dann alle Leute… Für dieses Raggamuffin-Inselparadies muss man leider auch ein paar Scheine mehr hinblättern – aber das ist es wert :-)

Sonnenuntergang and down
 Wow :)

The unbelizeable Zoo

In Belize City haben wir nur eine Nacht verbracht um am nächsten Tag einen Ausflug in den nahegelegenen Belize Zoo zu machen. Dafür haben wir hochgeklappte Bürgersteige und fast keine Essensmöglichkeiten am Ostermontag in Kauf genommen. So ein bißchen unheimlich war mir in der Stadt schon zumute… Der Zoo hat aber entschädigt und dafür gibt es heute mal nur Bilder zu sehen :)

Willkommen im Zoo Spidermonkey Tapir
Punkvogel süßer Ameisenbär Truthahn oder so
müder Jaguar Detailaufnahme Jaguar glänzend schwarzer Jaguar
Hirsch mit weißem Schwanz Ab durch die Hecke Bitte nicht mit Steinen werfen!

To the smoking City

Nachdem wir die Osterfeiertage gemütlich in Flores verbracht haben, wollten wir uns dann doch noch in das letzte Land unserer Wunschliste aufmachen… Belize. Dazu gibt es von Flores aus eine schnurgerade Straße gen Osten, die irgendwann in Belize City endet. Passenderweise gibt es auch Busverbindungen direkt dahin. Also gebucht und am Montag Morgen um 7.20 am Abfahrtspunkt gestanden. Der Bus sollte 7.30 fahren aber bis 8 Uhr war noch nix zu sehen… also mal im Büro der Agentur nachgefragt… aha, der fährt immer erst so ab 8 und macht dann erst noch ne Runde um die Insel und und und… leicht angesäuert steigen wir schließlich 8.45 in den Bus und nach ein paar Zwischenstopps gings dann wirklich los…

Kalstaubpiste zurückblicken Welcome to Belize

zwischen den Rucksäcken und zwischen den LändernBis zur Grenze nach Belize waren es 2,5 Stunden von denen die Hälfte über holprige und extrem staubige Schotterpisten geführt haben. An der Grenze dann alles ausladen, am Schalter anstellen, der Grenzbeamtin die Zahlung der 10 Quetzales pro Nase verweigern (weil kostet eigentlich nix) und dann zur Belize Seite laufen. Dort dann alle Formulare ausfüllen, schnell durchkommen, plötzlich wieder in einem englisch sprechendem Land sein und zurück in den Bus.

bunte Kunst Baukunst
 besteht nur aus Rost, hält aber doch Kunstfoto in Belize City

In den nochmal 2,5 Stunden innerhalb des kleinen Landes Belize (einmal von West nach Ost) ging es dann immer vorbei an karibischen Holzhäusern, vielen mehr oder weniger verfallenen Gebäuden, durch ein paar kleine Ortschaften, die Hauptstadt Belmopan und einen dicken fetten Regenschauer. Am Ziel Belize City angelangt, hat uns die größte Stadt Belizes durch ihren Kleinstadtcharakter überrascht (75.000 Einwohner) und weil ja noch Ostermontag und damit Feiertag war, war die Kleinstadt auch noch ausgestorben… fast keine Menschenseele auf der Straße. Aber der erste Passant, der uns begegnete, hat uns dann mit einem herzlichen „U wanna smoke?“ begrüßt :)

Sonnenaufgang in Tikal – oder so

Um unser Osterwochenende abzurunden, hatten wir uns entschlossen, eine Tour nach Tikal zu unternehmen, die uns diesmal zum Sonnenaufgang auf eine Pyramide führen sollte. Dazu mussten wir aber erst einmal gaaanz früh aufstehen, denn um 3.15 Uhr ging es in Flores mit dem Bus los. Halb verschlafen mussten wir nach anderthalb Stunden Fahrt dann in 20 Minuten durch halb Tikal laufen und auf den Tempel Nummer 4 klettern und dann mit 50 weiteren Touristen darauf warten, dass sich die Sonne zeigt


da oben zwischen den Gerüsten saßen wir und warteten
 
 darauf dass sich die Sonne zeigt die meisten Ruinen sind schon vom Moos überwachsen

Da es nun aber schon die letzten Tage nicht so super Wetter gab, hatten wir hier auch nicht viel Glück und am Horizont zeigten sich nur dicke Wolkenbänder. Im Dunkel durch die verlassene Mayastadt zu laufen und den Vögeln und Affen beim „Morgengeschrei“ zuzuhören
 dafür hat sich das frühe Aufstehen trotzdem gelohnt.

Tempel Nummer 5 viel zu schmale Plattform und ich muß die Treppe noch hoch

Nachdem dann die Sonne über den Horizont geklettert war, machten wir noch eine geführte Tour durch die Ruinen und bestiegen noch einen weiteren Tempel, nicht über die Pyramidentreppen sondern über eine Holztreppe, die an der Pyramide angebracht war (ist in Guatemala so üblich). Die Treppe erwies sich eher als Leiter und als ich oben stand, da wurde mir ganz schön übel. Die Plattform zum Stehen war nicht sehr groß und es waren so viele Leute da und die Treppe war einfach viel zu steil. Kurz: Ich hatte tierisch Angst! Der Blick über den Dschungel mit herausragenden Tempelruinen war es trotzdem wert :).

Ausblick vom Tempel 5 Tempel Nummer 1 Ruinen an der Gran Plaza
Die Mayastadt Tikal wurde schon im 10. Jahrhundert verlassen und vielleicht sind auch deswegen keine großartigen Reliefs oder Verzierungen an und in den Tempeln vorhanden. Die Natur hat schon zuviel zerstört. Trotzdem ist Tikal eine herausragende Stadt und durfte in unserer Sammlung nicht fehlen :).

erstmal ausruhen vieles ist noch unter Vegetation verborgen Hallo erstmal :)

Die blumige Stadt Flores und ihre Osterfeierlichkeiten

Im Spanischen bedeuted flor = Blume und danach wurde auch die Stadt Flores benannt in der wir in diesem Jahr Ostern verbracht haben. Aus Bedenken, wegen den Osterferien keinen Schlafplatz mehr zu bekommen, sind wir schon am Dienstag angereist und weil es so schön gemütlich war, erst am Ostermontag wieder gefahren…

Engelchen Heiligenbild Bastelstunde(n)

Am Karfreitag konnten wir dann einen Teil der traditionellen Osterfeierlichkeiten in Flores miterleben. Den ganzen Tag über wurden die Straßen der kleinen Insel von den Bewohnern mit bunten Mustern verziert. Diese wurden direkt auf dem Straßenbelag aus gefärbten Sägespänen mit Hilfe von Schablonen hergestellt. Das ist ne Menge Arbeit aber von alt bis jung haben alle mitgemacht.

Prozession vorn Weihrauchmacher Prozession hinten

Am späten Nachmittag gab es dann noch eine feierliche Prozession, die von der Kirche einmal durch den Ort geführt hat. Dabei haben die Dorfbewohner mehrer Statuen auf schweren Holzpodesten durch die geschmückten Straßen getragen. Ähnlich wie damals in San Pablo am Lago de Atitlan, nur das diesmal die kleineren Statuen nach Geschlecht und Alter (Jungs / Mädels und Männer / Frauen) getrennt getragen wurden. Dazu gab es natürlich noch ordentlich Weihrauch und Blasmusik.

Abends und lustigerweise auch mitten in der Nacht gab es dann wieder selbstgemachtes Feuerwerk, was einem so manches Mal aus dem Bett geschreckt hat…

Auf den Spuren der Archäologen in Yax-ha und La Blanca

In Flores gibt es auch ein archäologisches CafĂ©, dass von dem deutschen Architekten Dieter Richter geleitet wird, der auch schon der Chef unserer Sprachschule in Playa del Carmen war. Netterweise gab es an unserem ersten Tag auch gleich einen kostenlosen Diavortrag über die Mayawelt, den wir uns nicht entgehen ließen. Bei der Gelegenheit haben wir zusätzlich noch eine Tour für den nächsten Tag gebucht. Das Ziel waren die weniger touristischen Mayastätten La Blanca und Yaxha.

Ruinen in La Blanca alles gut geschützt hier orginal Wandmalereien in La Blanca
In La Blanca wird erst seit 2004 ausgegraben und insofern waren nicht viele Gebäude freigelegt bzw. schon wieder unter Erde vergraben, um sie vor der Natur zu schützen. Ausgrabungsarbeiten finden in dieser Stätte nur von September bis November statt. Auch wenn wir den Archäologen nicht direkt auf die Finger schauen konnten, war es schon erhebend, einfach dort im Wald zu stehen und zu wissen, dass jeder Erdhügel neue Erkenntnisse und vielleicht Schätze verbirgt.

Pyramide mit runden Ecken mehrere große Pyramiden YaxHa am gleichnamigen See

Auch in Yaxha sind nicht alle Erdhügel ausgegraben, um sie eben vor den Einflüssen der Natur zu schützen. Yaxha ist die zweitgrößte Stätte in Guatemala und nur Tikal ist größer (glaub ich zumindest). Es gab wieder viel zu erlaufen und zu erkunden und diesmal hat uns auch das Wetter überrascht. Eigentlich wollten wir eine Sonnenuntergangstour machen und von dem höchsten Tempel aus über den gleichnamigen See Yaxha gen Sonnenuntergang schauen.

Ruinen im Abendlicht Palme im Sonnenuntergang? mehr Abendlicht

Am späten Nachmittag fing es aber an zu regnen, zu gießen, um genauer zu sein, wir hatten Glück, dass wir uns unterstellen konnten
 Und nach unserer Erfahrung mit irgendwelchen Energiesekten in TeotihuacĂĄn erwartete uns auch hier wieder eine Gruppe Menschen, die mit Kristallen bewaffnet auf den Pyramiden standen und Energie eingefangen haben. Die Tour war auf jeden Fall eine Erfahrung – in jedem Sinne :).

verrückte Pilgerinnen klatschnass auf der Pyramide alle Pilger rauf

Flores – kleine Inselstadt

Nach gut 4 Stunden anstrengender Busfahrt (siehe letzter Post) sind wir dann angekommen
 aber nicht an unserem eigentlichen Ziel Flores, sondern nur in Santa Elena. Das ist die etwas größere Stadt auf dem Festland, die durch einen Damm mit der kleinen Insel und der darauf befindlichen Mini-Stadt Flores verbunden ist. Also haben wir uns noch von einem Taxi bis zum einzigen Hostel von Flores fahren lassen – Los Amigos.

cooler Chickenbus kleine Nachbarinsel Hostel Los Amigos

Im Hostel Los Amigos wurden wir von der gemütlichen Atmosphäre positiv überrascht. Im Innenhof ist alles schön grün, ziemlich gemütlich eingerichtet und ein günstiges und leckeres Restaurant gibt’s auch.
Los Amigos Hund Akira Zusätzlich gibt es im Nachbarhaus noch ein kleines Home-Cinema, wo aktuelle Filme gezeigt werden. Nach etwas hin und her wegen nicht verfügbarer Zimmer haben wir uns am Ende dazu entschlossen, unser Mückennetz endlich mal auszuprobieren. Selbiges durften wir in einem noch nicht fertigen Zimmer mit 2 Wänden und Dach (und sonst nix) aufbauen – hat dann auch nur 2$ pro Nase gekostet 😉 Am nächsten Tag ist dann für uns noch ein Plätzchen in einem Luxus-Dorm (5$ pro Nase) freigeworden und wir konnten in einem großen Bett liegend dem Regen draußen lauschen.

Las Puertas - Kino Homecinema nebenan Sitzecke