Teotihuacán – Heimat der Götter
Andrea am 22. Januar 2008 - 20:53
Wenn man schon mal in Mexico D.F. ist, dann muss man auch Teotihuacán besuchen, das auf 2200m Höhe liegt. Laut Reiseführer ist es das bedeutendste Kulturzentrum und die größte Stadt des alten Amerika gewesen. Dementsprechend überwältigt waren wir, als wir das Ruinengelände betraten, das sich entlang der in Nord-Süd-Richtung ausgerichteten Straße der Toten (2km lang, 40m breit) ausbreitet. Wer die Erbauer dieser mächtigen Anlage waren, ist unbekannt, aber die Azteken nutzten sie und nannten sie „Heimat der Götter“, weil nach ihren Vorstellungen nur übernatürliche Wesen ein solch großartiges Werk vollbringen können.
Die wichtigsten Monumente sind der Templo de Quetzalcóatl, die Pirámide del Sol und die Pirámide de la Luna. Beonderheit des Quetzalcóatl Tempels sind die ehemals 366 riesige Schlangenköpfe, die rund um die 4 Seiten der Pyramide angebracht waren. Highlight dieses Ausflugs war die Besteigung der Sonnenpyramide, die fast den gleichen Grundriss wie die Cheopspyramide in Ägypten hat (222m x 225m) und 70m hoch ist. Da kann einem schon ganz anders werden, wenn man von unten hoch guckt. Das hat uns natürlich nicht gereicht und wir haben die mehr als 250 Stufen mit ein paar Unterbrechungen erklommen. Von oben hat man nicht nur einen guten Blick über die Anlage sondern über die gesamte Umgebung. Die Sonnenpyramide wird außerdem von esoterischen Gruppen für merkwürdige Rituale genutzt…
Nach dieser Anstrengung haben wir uns eine kleine Stärkung in einem Restaurant gegönnt, das sich in einer unterirdischen Grotte befindet – gleichfalls ein Erlebnis. Danach gings dann weiter mit der Ruinenbesichtigung und einem neuen Kletterakt auf die Mondpyramide. Von der Mondpyramide hat man dann noch einmal einen super Panoramablick über die schnurgerade Straße der Toten, die am Fuße der Pyramide beginnt / endet.
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